»9 DINGE, DIE MAN BEOBACHTEN SOLLTE, BEVOR MAN MIT SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG BEGINNT«

ERSTE SCHRITTE FÜR EINE ERFOLGREICHE SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG

Zahlreiche Wege führen auf eine Website – einer der meistbegangenen ist der über die Suchmaschine. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört deshalb zu den wichtigsten To-dos für Webmaster, wenn die Website nicht in den Untiefen des World Wide Web verschwinden soll. Doch wie funktionieren Suchmaschinen und ihre Crawler überhaupt und was sollte man wissen, bevor man mit der Suchmaschinenoptimierung startet? Wir haben eine kurze Checkliste für euch, die Licht ins Dunkel bringen soll.

DER CRAWLER DENKT ANDERS

Auch wenn Webcrawler von Sekunde zu Sekunde klüger werden und immer mehr Dinge „verstehen“, sprechen sie nicht die Sprache des Menschen. Webcrawler sprechen eine Computersprache, die Instruktionen folgt und von Daten lernt. Begegnet ein Webcrawler beim Durchforsten des World Wide Web etwa dem Satz „Meine Website ist die beste Website der Welt“, ist der Satz für den Crawler nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Zeichen. Erst die Summe verschiedener Indizien, zum Beispiel besonders viel Traffic, eine überdurchschnittlich lange Verweildauer, eine geringe Absprungrate, viele Conversions, eine hohe Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und unzählige mehr lassen den Crawler darauf schließen, dass es sich um eine wichtige Webseite handelt. Er „belohnt“ sie mit Rankings auf den begehrten ersten Plätzen der Suchergebnisse von Google, Bing und Co.

DIE SPRACHE DES CRAWLERS IST EINFACH, VERWENDE SIE

Wer einmal verstanden hat, dass die Sprache der Webcrawler auf Indizien und Daten basiert, ist schon einen großen Schritt weiter. Hier ein einfaches Beispiel: Auf der Website eines Möbelhändlers finden sich die informativsten, praktischsten und lesenswertesten Inhalte zum Thema Boxspringbett. Aus stilistischen Gründen wurde aber darauf verzichtet, das Wörtchen Boxspringbett zu oft zu verwenden. Außerdem hat man sich darauf geeinigt, einige Inhalte zum Thema ergänzend bei den Matratzen, also weit entfernt von den Boxspringbett-Produkten zu platzieren. Der Webcrawler steht in diesem Fall vor einem Dilemma: Welche der Seiten, die das Thema Boxspringbett behandeln, hat am meisten Relevanz? Um perfekte Rankingergebnisse zu erzielen, sollte man dem Crawler die Indizien liefern, die er zur Bewertung braucht: Mit den richtigen Keywords und passendem Content auf den richtigen Seiten kann er feststellen, worum es geht. KPIs wie eine steigende Verweildauer, mehr Kaufabschlüsse o.ä. signalisieren ihm Relevanz.

DEIN PRODUKT WIRD GESUCHT, NUR ANDERS ALS ANGENOMMEN

Es ist durchaus naheliegend, einen Onlineshop für Vinylböden auf das Wörtchen Designböden zu optimieren – klingt irgendwie schöner und wertet die Produkte auf. Was aber, wenn der Großteil der Menschen, die beabsichtigen, ihr Zuhause mit einem neuen Bodenbelag auszustatten, Vinylböden und nicht Designböden in das Suchfeld ihrer Lieblingssuchmaschine eingeben? Dann fällt der auf Designböden optimierte Onlineshop automatisch durch. Ein wenig Ausdauer bei der Keyword-Recherche hilft dabei, Fauxpas dieser Art zu vermeiden. Meistens suchen alle anderen nämlich nicht nur anders als man selbst, es gibt auch fast immer ein noch „besseres“ Wort für das Produkt, die Dienstleistung oder den Service, den man verkaufen möchte.

KEYWORDS MÜSSEN ZUR SUCHINTENTION DER SUCHENDEN PASSEN

Wer sich bei der Keyword-Optimierung seiner Contents auf Begriffe konzentriert, die zur Suchintention der Suchenden passen, verringert das Risiko hoher Absprungraten. Niedrige Absprungraten wiederum sind für Crawler ein Indiz dafür, dass Inhalte relevant sind und Relevanz = Ranking! Optimiert man zum Beispiel ein Rezept für eine einfache Guacamole auf das Wörtchen Avocado, hat man das Thema natürlich nicht komplett verfehlt. Die Frage ist nur, ob die Suchintention für Avocado mit einem Rezept für eine Guacamole übereinstimmt? Sucht jemand, der bei der nächsten Tapas-Party einen selbstgemachten Dip servieren möchte, wirklich das Wort Avocado? Oder vielleicht doch eher Guacamole, Guacamole-Rezept oder Rezept für Avocado-Dip?

TRAFFIC ALLEIN REICHT NICHT: CONVERSION IS KING!

Onlineshops leben vom Verkauf ihrer Produkte. Wird online ein Kauf- bzw. Bezahlvorgang abgeschlossen, bezeichnet man diesen Abschluss im Fachjargon als Conversion (auch Konversion, Konvertierung oder Umwandlung). Conversions sind für Crawler so etwas wie der Gipfel der Glaubwürdigkeit. Verkauft ein Onlineshop für Make-up-Foundations 1.000 Mal mehr Produkte als alle anderen Make-up-Shops zusammen, wird er mit dem Begriff Make-up-Foundation unangefochten auf den Top-Plätzen der SERPs erscheinen. Je nach Business muss die Conversion nicht zwingend ein Kauf oder eine Transaktion sein. Die Conversion-Rate kann auch das Verhältnis von Besuchen zu Newsletter-Anmeldungen, Downloads oder ähnliches sein.

SOCIAL SIGNALS & BACKLINKS SIND QUEEN!

Wer nun glaubt, SEO ist mit der Optimierung der Website abgeschlossen, der hat sich vertan. In den Sternstunden von Social Media sowie Onlineportalen aller Art nehmen Webcrawler auch die „Signale“ anderer Portale unter die Lupe, um herauszufinden, wie relevant und glaubwürdig eine Website ist. Je mehr Social Signals und Backlinks eine Seite hat, desto interessanter ist sie auch für Crawler.

DEINE WEBSITE SOLLTE KEINE TECHNISCHEN HÜRDEN HABEN

Bevor Webcrawler aber überhaupt erst bewerten können, ob eine Website relevant ist, müssen sie einfach darauf zugreifen können. Faktoren wie die Seitenarchitektur, Statuscodes, Redirects und viele mehr sind Elemente der technischen Suchmaschinenoptimierung, die wichtige Voraussetzungen für die redaktionelle Suchmaschinenoptimierung schaffen.

GOOGLE FIRST: PAGESPEED & MOBILE FIRST INDEX

Suchmaschinen wie Google rollen immer wieder neue Richtlinien, Guidelines und Updates aus. Aktuell sind die Mobile-first Indexierung (http://bit.ly/2Nz9TTg) und das Speed Update (http://bit.ly/2J7TIcd) von Google. Das heißt, dass nach dem Rollout für die Indexierung einer URL als erstes die mobile Version „getestet“ wird. Sie entscheidet über das Ranking der URL auf Mobile- und Desktop-Geräten. Performt eine URL mobile nicht gut, verringert sich gleichzeitig die Chance auf ein gutes Ranking. Dasselbe gilt für Seitenladegeschwindigkeit. Braucht eine Seite beim Laden lange, verringern sich die Ranking-Chancen.

SEO IST GAR NICHT SO SCHWER …

… aber ganz so einfach auch wieder nicht. Gute Suchmaschinenoptimierer lernen jahrelang, vor allem aus ihren Erfahrungen. Je mehr Erfahrung ein SEO hat, desto erfolgreicher ist er. Gut Ding braucht in der Welt des SEO tatsächlich Weile – und SEO ist ein laufender Prozess.

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